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Die boomende Studenten- und IT-stadt Bangalore ist bekannt für ihre sehr differenziertes und schillerndes Nachtleben mit Pubs, Discotheken und Nachtclubs. Seit 01.01.2008 erhielt ein großer Anteil der Bangalore Nachtclubszene allerdings erneut einen Dämpfer. Während Pubs mit Alkohollizenz weiterhin bis 23:30 Uhr geöffent haben dürfen, wurde Tanzen schlichtweg in allen Nachtclubs und Discotheken verboten. In dem beliebten Nachtclub Taika wurden an einem Abend über 60 Menschen festgenommen, die sich über das Verbot hinweg gesetzt hatten. Darauf hin musste Taika auf unbestimme Zeit hin schliessen. Auch andere Tanzflächen in Nachtclubs und Discotheken blieben dicht, während die Pubs ihre Einnahmen steigern konnten. Dadurch entstand grosse Spannungen zwischen den beiden Lagern. Das Tanzverbot durch die  Polizei Karnatakas geht auf mehrere Umstände zurück: Aufgrund von mehreren Vergewaltigungen sollen laut der Polizei Frauen nicht mehr an Orten tanzen, wo auch Alkohol ausgeschenkt wird. Mehre Gesetze wurden diesbezüglich auch auf bundesstaatlicher Ebene beschlossen. Die Behörden berufen sich aktuell auf ein Gesetz von 1967, um Menschen davon abzuhalten in Clubs zu tanzen, die Alkohol ausschenken. (Vgl. Johnson 2008; Vgl. o.A. 2008a). Es gab bereits in der Vergangenheit Einschränkungen auf das Nachtclubleben in Bangalore, als im Juni 2005 ein Gesetz erlassen wurde, dass eigentlich nur das uneingeschränkte Wachstum sog. erotischer „Tanzbars“ einschränken sollte, jedoch auf alle Arten des Tanzens in öffentlichen Orten wie z.B. Clubs ausgeweitet wurde. Desweiteren wurde die sog. Sperrstunde gesetzlich von 3 Uhr morgens auf 23:30 Uhr vorverlegt. Für Monate konnte nicht getanzt werden, bis im Dezember 2005 aufgrund eines Gerichtsurteils des Supreme Courts Tanzen in Einrichtungen wieder legalisiert wurde, in denen nicht Prostitution oder unzüchtige Shows zu sehen sind. So erlaubte die Polizei erneut Tanzen in Pubs, Restaurants, Nachtclubs und Discotheken und ging nur gezielt gegen Tanzbars vor (Vgl. Johnson 2008, Vgl. Thomas 2006, Vgl. Thomas 2005).

Im Januar 2008 folgte nun erneut ein Tanzverbot für alle Clubs in Bangalore. Diesmal gehen die Behörden eine Beschwerde nach, die von Betreibern der Tanzbars gegen die Besitzer der Nachtclubs eingereicht wurde, die sich durch das Gerichtsurteil des Supreme Courts ungerecht behandelt fühlen. Es scheint eine Verwirrung zwischen dem Unterschied des Tanzens in erotischen Tanzbars und dem in Nachtclubs zu geben, welche dazu führt, dass jegliches Tanzen als sexuell von der Norm abweichend und unmoralisch kategorisiert wird. Gegen die erneuten Einschränkungen gab es zahlreiche Proteste: Radiostationen und Medien haben eine Kampagne gegen die regressiven Maßnahmen begonnen. Auch der Verband der Nachtclubs in Bangalore kündigte mit Unterstützung großer Teile der Bevölkerungen zahlreiche Demonstrationen und und rief dazu auf, sich dem Verbot aktiv wiedersetzen zu wollen. Viele fürchten um Bangalore’s Image als moderne Metropole (Vgl. Johnson 2008, Vgl. o.A. 2008c). Mittlerweile wurde das Verbot etwas gelockert, d.h. Tanzen ist von 22 bis 23: 30 Uhr in einigen Discotheken und Nachtclubs wieder erlaubt. Die Behörden weigern sich jedoch bisher das Verbot ganz aufzuheben (Vgl. o.A. 2008b). Solange Tanzen jedoch in sexuellen Kategorien assoziiert wird und durch diverse Verbote zu regulieren versucht wird, wird das Nachtleben in Bangalore auch in Zukunft mit Einschränkungen konfrontiert bleiben.

 

Literatur:

 

Johnson, T.A. 2008: Cops enforce deadline, but no one is dancing to their tunes. In: The Indian Express (21.02.2008). Online Edition. Online verfügbar unter: http://www.indianexpress.com/story/276020.html; zuletzt geprüft am 15.03.2008.

 

o.A. 2008a: Dancing ban: Blame it on the live bands. In: The Times of India (17.02.2008). Online Edition. Online verfügbar unter: http://timesofindia.indiatimes.com/Cities/Dancing_ban_Blame_it_on_live_bands/articleshow/2788616.cms; zuletzt geprüft am 16.03.2008.

 

o.A. 2008b: State in no mood to amend rules. In: The Times of India (19.02.2008). Online Edition. Online verfügbar unter: http://timesofindia.indiatimes.com/Cities/Bangalore/State_in_no_mood_to_amend_rules/articleshow/2793523.cms; zuletzt geprüft am 15.03.2008.

 

o.A. 2008c: Bangaloreans want dance floor back. In: The Times of India (16.02.2008). Online Edition. Online verfügbar unter: http://timesofindia.indiatimes.com/Cities/Bangalore/Bangaloreans_want_dance_floor_back/articleshow/2786759.cms; zuletzt geprüft am 15.03.2008.

 

Thomas, Edison 2005: Rock bottom! In: The Times of India (17.03.2006). Online Edition. Online verfügbar unter: http://timesofindia.indiatimes.com/articleshow/msid-1353313,flstry-1.cms; zuletzt geprüft am 15.03.2008.

 

Thomas, Edison 2006: After the dancing, the music. In: The Times of India (17.03.2006). Online Edition. Online verfügbar unter: http://timesofindia.indiatimes.com/articleshow/1454225.cms; zuletzt geprüft am 15.03.2008.

 

 


i sadly have to say… the air in bangalore has become worse than in delhi…. being in a traffic jam in bangalore seems like getting sufficated, one reason might be that all the public transportation in delhi runs on the CNG (gas) and this is not the case in bangalore where you can see dark clouds of dirty smoke polluting the air. but being in a traffic jam here in bangalore just sucks big time… also i personally find delhi much greener than the “garden city”… it would really do some good to plant some more trees here again to fight the pollution in bangalore

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